Personal Branding Canvas

Was macht man, wenn man im Zug nach Groningen sitzt, um den Sohn im Auslandssemester zu besuchen – und aus geplanten 8 plötzlich 12 Stunden werden?

Kurz ärgern. Klar! 😡 Und dann etwas tun, wofür sonst im Alltag oft kein Platz ist.

Ich habe mir in dieser Zeit die Personal-Branding-Canvas von PR-Doktor Dr. Kerstin Hoffmann vorgenommen. Eigentlich mit der Erwartung, ein paar gute Formulierungen für meine Website zu finden. Bekommen habe ich etwas anderes: Klarheit.

Mehr Erkenntnisse über mich, meine Arbeit, meine Stärken und das, was ich künftig wirklich tun will, als aus manchem Workshop und Tool, das ich in den letzten Jahren ausprobiert habe.

Was mir dabei wieder mal aufgefallen ist: Gute Kommunikation ist Arbeit weit übers Formulieren hinaus. Schöne Sätze und Positionierungen sind eher Nebenprodukte. Der eigentliche Effekt entsteht tiefer.

Im konstruktivistischen Sinne: Mit Sprache beschreiben wir nicht nur die Welt. Wir erschaffen sie – und lernen sie gleichzeitig zu verstehen. Auch uns selbst darin.

Vielleicht war die Zugverspätung also kein Defekt im System. Sondern ein ziemlich brauchbarer Denkraum. Oder vielleicht auch beides gleichzeitig?

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Weniger ist mehr