Weniger ist mehr

Ich bin ja großer Fan des #impulsestiften-Wergzeugkasten „weniger ist mehr“. Bei der Weiterentwicklung der Förderrichtlinien der Stiftung Kinder-Universitätsklinik für Ostbayern - KUNO  hat der mir sehr gute Dienste geleistet.

Der Werkzeugkasten „weniger ist mehr“ - auch ein gutes Motto für die Entwicklung von Non-Profit-Organisationen.

Noch toller, war, dass ich mir in einem Austausch von Stiftungsmanagern dazu Inspirationen aus der Praxis holen durfte. Am besten fand ich die Idee der ergebnisbasierten Finanzierung von Förderprojekten vom Klimainnovationsfonds Stuttgart.

Was mich am #wenigeristmehr-Prinzip so anspricht: Ich war über zehn Jahre lang Geschäftsführer einer NPO, die selbst Fördermittel genutzt hat. Ich weiß also, wie komplex, kleinteilig und manchmal absurd die Anforderungen sein können – gerade bei EU-Förderungen. Es gab Förderlogiken, die uns eher daran gehindert haben, unsere eigentlichen Ziele zu verfolgen. Viel Zeit floss in Berichte, Nachweise, Zwischenabrechnungen – und zu wenig in das, worum es eigentlich gehen sollte: Wirkung.

Diese Erfahrung prägt meine heutige Arbeit. Ich unterstütze Organisationen dabei, wieder handlungsfähig zu werden – und zwar systemisch - über die Optimierung einzelner Prozesse hinaus. Denn: Oft ist es sinnvoller, Dinge ganz zu lassen.

Deshalb mache ich mit den Teams, mit denen ich arbeite, regelmäßig einen Praktikenputz. Eine einfache, aber wirksame Methode: Wir schauen uns an, welche Routinen, Regeln, Prozesse es gibt – und welche davon tatsächlich noch gebraucht werden. Vieles davon stammt aus einer anderen Zeit, für andere Probleme. Und manchmal stellt sich heraus: Wir müssen das gar nicht mehr machen.

Manchmal liegt der Fortschritt im Weglassen.

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